Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Ekko von Schwichow
18. Juni 2024 / 18 Uhr / Literaturcafé
ABGESAGT! »Der kommunistische Diktator«
Leider musste die Lesung krankheitsbedingt abgesagt werden.
Ob es einen Ersatztermin geben wird, steht derzeit leider noch nicht fest.

Ab Frühling 1945 verfolgte Walter Ulbricht seinen langgehegten Traum, ein kommunistisches Deutschland zu schaffen, und wurde zum eigentlichen Staatsgründer der DDR - als Stalins wichtigster Mann in Deutschland, der allerdings erst 1960 auch formell zum obersten Funktionär in der DDR aufstieg. Immer wieder konnte er seine Macht behaupten, so beim Aufstand vom 17. Juni 1953. Als sie 1960/61 erneut in Gefahr war, errichtete er die Mauer. Anschließend erfand sich Ulbricht neu und versuchte, als »Landesvater« die DDR im begrenzten Rahmen zu verändern. Das scheiterte an seinen konservativen Gegenspielern in der SED-Spitze. Der Sturz Ulbrichts 1970/71 war allerdings nicht nur dieser mächtigen, von Moskau unterstützten Gruppe geschuldet - denn Ulbricht war inzwischen krank und alt. Kowalczuks Biographie zeichnet nicht nur all diese politischen Entwicklungen präzise und quellennah nach, sie zeigt auch, wie Ulbricht abseits des Protokolls lebte, wer die wichtigsten Menschen in seinem Umfeld waren und warum die Geschichte der DDR und des Kommunismus ohne Kenntnis der Biographie Ulbrichts nicht zu verstehen ist (C.H. Beck 2024).

Ilko-Sascha Kowalczuk ist Historiker und Publizist sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung zur Förderung der Wissenschaften und Kultur. Er ist einer der renommiertesten deutschen Experten für die Geschichte der DDR und des Kommunismus.

Eintritt: 7,- / 5,- EUR

Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig e.V


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