Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

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© Foto: privat / Efi Longinou / Michael Belogour
13. Oktober 2022 / 19.30 Uhr / Literaturcafé
Gespräche über den Osten Europas
Was ist heute los in … Nordmazedonien?
Mit Ksenija Čočkova und Benjamin Langer. Moderation: Iva Fidancheva
Was geht vor im Osten Europas? Blicken wir dorthin nur dann, wenn Unruhen herrschen oder gar ein Krieg wütet wie in der Ukraine? Ist der Osten für uns ansonsten ein großer blinder Einheitsfleck? Oder hat sich unser Blick mit dem Krieg plötzlich ein Stück in Richtung Osten verschoben?

Nordmazedonien ist mit einer Bevölkerung von 1,8 Millionen ein kleines, aber multiethnisches Land mit vielfältigen kulturellen Einflüssen und den offiziellen Amtssprachen Mazedonisch und Albanisch. Das Nachbarland Bulgarien blockiert noch immer den EU-Beitritt Nordmazedoniens, und obwohl heute offiziell nur eine kleine Anzahl von Bulgaren im Land lebt (bei der letzten Volkszählung 2001 haben sich nur 1444 als Bulgaren bekannt), erhielten mehr als 100.000 Bürger Nordmazedoniens aufgrund ihrer Abstammung die bulgarische Staatsbürgerschaft.

Was bedeutet das für das Land? Was bedeutet es für Europa? Welche Debatten finden statt? Welche Entwicklungen und Veränderungen sind im Gange? Was bestimmt den Alltag? Worüber berichtet die Presse? Welche Literatur entsteht?

Darüber diskutiert die mazedonische Übersetzerin Ksenija Čočkova mit ihrem deutschen Kollegen Benjamin Langer. Es moderiert Iva Fidancheva.

Am 17.11. wird die Reihe fortgesetzt mit einem Abend über Moldawien.

Eintritt: 5,- / 3,- EUR

Veranstaltung des Übersetzervereins »Die Fähre« e.V., gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Details zur Reihe »Gespräche über den Osten Europas« unter: www.faehre-sachsen.de - Gesprächsreihe extra

Ksenija Čočkova wurde 1979 in Skopje geboren, woi sie Deutsche Sprache und Literatur studierte. Heute arbeitet sie als freiberufliche Literaturübersetzerin undKulturmanagerin. Sie übersetzte Werke von Bertolt Brecht, Friedrich Schiller, Friedrich Dürrenmatt, Judith Hermann, Stefan Zweig, Elias Canetti, Bernhard Schlink, Siegfried Lenz, Christoph Hein, Robert Walser, Robert Musil, Urs Widmer, Julia Frank, Peter Handke und anderen.

Benjamin Langer, geboren 1976 in Erlangen, ist promovierter Germanist. Von 2005 bis 2009 lehrte er an der Universität »Sveti Kiril i Metodij« in Skopje. Seit 2009 lebt Benjamin Langer in Berlin. Er ist in der Abteilung Internationales der Freien Universität Berlin tätig und übersetzt aus dem Mazedonischen, u. a. Goce Smilevski, Vlada Urošević, Petre M. Andreevski und Rumena Bužarovska.

Iva Fidancheva (1978), Übersetzerin und Dozentin, studierte Germanistik, Linguistik und Soziologie in Skopje, Marburg und Jena. Bisher übersetze sie mehr als 30 Werke aus dem Deutschen, u.a. von H. Hesse; S. Freud, G. Grass, P. Handke, T. Mann, H. Böll, T. Mora, I. Bachmann, S. Stanisic, S. Berg, A. Steinhöfel. Für ihre Übersetzung von Hermann Hesses Roman »Das Glasperlenspiel« erhielt sie eine Auszeichnung von der Gesellschaft der Literaturübersetzer Nordmazedoniens. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.


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