Jana Hensel »Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet«
»Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da. Wir sollten vorbereitet sein!«
In ihrem jüngsten Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor 36 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht, zu Ende zu gehen - die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit ihrem Spiegel-Bestseller »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.
Seit den Landtagswahlen hat sich die politische Lage weiter zugespitzt. Die Wahlergebnisse zeigen, wie groß die Distanz zu etablierten Parteien und demokratischen Institutionen inzwischen geworden ist. Bei ihrem erneuten Besuch richtet Jana Hensel im Gespräch mit der Journalistin und Autorin Claudia Euen den Blick auf die Entwicklungen der vergangenen Monate - ein Blick auf eine Gesellschaft im politischen Umbruch.
Eintritt frei ǀ Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen