Allmuth Behrendt & Maximilian Winkler in Lesung und Gespräch
Jüdische Künstlerinnen und Künstler prägten die Leipziger Opern- und Musikszene vor dem Nationalsozialismus entscheidend. Diese Veranstaltung verbindet zwei neu erschienene Bücher, die ihre Geschichten aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar machen:
In »Gefeiert und vergessen?« (Hentrich & Hentrich 2025) widmet sich Allmuth Behrendt erstmals den jüdischen Stimmen an der Leipziger Oper. In über 120 biographischen Skizzen entsteht so ein vielschichtiges Bild jener Persönlichkeiten, deren prägende Karrieren durch Verfolgung jäh beendet wurden.
Maximilian Winkler richtet seinen Blick exemplarisch auf Alfred Szendrei, Operndirigent, Komponist und Leipziger Rundfunkpionier (Hentrich & Hentrich 2026). Nach seiner Emigration wirkte er bis ins hohe Alter als Kantor und Wissenschaftler.
Allmuth Behrendt studierte Musikwissenschaften und wurde mit einer Dissertation über Heinrich Marschner promoviert. Sie war Regieassistentin an der Oper Leipzig, Dramaturgin beim Sinfonieorchester und Chören des MDR.
Maximilian Winkler studierte Kirchenmusik sowie Musikwissenschaft und Judaistik. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Musik des deutschen Judentums sowie der Geschichte und Gegenwart des Rundfunks. Daneben ist er journalistisch für Radio und Zeitung sowie weiterhin als Kirchenmusiker tätig.
Eintritt: 10,- / 7,- EUR ǀ Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig e.V. ǀ Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig Diese Veranstaltung teilen