Erich Loest als kritischer Erzähler deutsch-deutscher Geschichte
Am 24.2.2026 wäre Erich Loest (1926-2013) 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass organisieren Marieluise Labry, Leonhard Herrmann und Nikolas Immer (alle Institut für Germanistik, Universität Leipzig) ein literaturwissenschaftliches Kolloquium zu Leben und Werk des Leipziger Autors. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Loests schriftstellerisches Werk im Horizont der DDR-Geschichte und der Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands zu eröffnen. Die Vorträge werden sich nicht nur mit einschlägigen Romanen wie "Es geht seinen Gang" (1978) oder "Nikolaikirche" (1995) auseinandersetzen, sondern auch mit Loests Tagebüchern und seiner gegenwärtigen Rezeption im Kontext des Erich-Loest-Preises. Es referieren Prof. Dr. Marie-Genevière Gerrer (Dijon), Marieluise Labry (Leipzig), Prof. Dr. Andrea Geier (Trier), Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt (Leipzig), Andreas Platthaus (Frankfurt) und Prof. Dr. Siegfried Lokatis (Leipzig). Die gemeinsamen Diskussionen werden insbesondere die Frage fokussieren, wie Loest die historischen Entwicklungen als kritischer Chronist literarisch reflektiert hat.
Eintritt frei. Kolloqium von 9.30-16.30 Uhr, Weitere Informationen: www.loest100.de
Das Kolloquium ist Teil einer Veranstaltungsreihe, mit der die Stadt Leipzig, die Universität Leipzig, das Literaturhaus Leipzig und die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig an den Leipziger Ehrenbürger erinnern.