Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Uli Decker
2. September 2025 / 19.30 Uhr / Garten / Literaturcafé
Buchpremiere
Karsten Krampitz »Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung«
Die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR - die »Krüppelkommune« von Hartroda: Arnstadt, Thüringen, Ende der 70er Jahre. In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde, die sich kaum bewegen können: Wir brechen aus. Von Rente und Pflegegeld wollen sie sich Pfleger finanzieren, ein Haus bekommen sie von der Kirche - das alte Pfarrhaus in Hartroda, im Altenburger Land.

So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. Die einen bekommen Hilfe, die anderen Asyl - vor der Schinderei im Staatsbetrieb, vor einem Leben im stupiden Kreislauf von Arbeiten, Saufen, Schlafen. Eine Gemeinschaft der Gleichen, in der alles geteilt wird - Geld und Bücher, Platten und Bier, aber auch alle Gebrechen. Eine Gemeinschaft der Aussortierten, die sich mit Witz und Chuzpe das Undenkbare erkämpft: ein selbstbestimmtes Leben, vielleicht sogar Freiheit. Intellektueller Kopf der Gemeinschaft ist Gruns. Er wird vom schweigsamen Mozek gepflegt, der vom Dachboden aus internationale Fernschachturniere bestreitet und sich über seine Vergangenheit bedeckt hält. Denn Mozek, ehemaliger Grenzer, ist auf der Flucht vor der eigenen Schuld (Edition Nautilus 2025).

Karsten Krampitz, geboren 1969 in Rüdersdorf, schreibt Romane, Theaterstücke und Sachbücher; zahlreiche journalistische Veröffentlichungen; 2025 erhielt er den Matthias-Vernaldi-Preis für selbstbestimmtes Leben.

Eintritt: 10,- / 7,- EUR. Kartenvorverkauf ab 26.8. an der Abendkasse im Haus des Buches (weitere Termine: 27.8., 28.8., jeweils 18-19.30 Uhr)

Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig e.V.


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