Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

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1. Dezember 2010 / 19 Uhr / Literaturcafé
POETISCHES PODIUM IV/2010
Shakespeares Sonette und ihre deutsche Übertragung
POETISCHES PODIUM IV/2010

Shakespeares Sonette und ihre Übertragung ins Deutsche

Die Nachdichter Christa Schuenke und Leander Sukov stellen ihre Übertragungen von Shakespeare-Sonetten vor und diskutieren mit Alfred Schreiber über die Modernität dieser Dichtung.

Die Anzahl der deutschen Nachdichtungen muss wohl längst die der Sonette übersteigen, die William Shakespeare je verfasste. 154 Beispiele Shakespearescher Sonettkunst waren es, die der Verleger Thomas Thorpe in London vor 400 Jahren in einer Quartausgabe herausbrachte. Lange standen sie im Schatten der ungleich prominenteren Bühnenwerke. Erst mit dem Interesse der Romantiker an biografischen Lesarten stießen sie auf öffentliche Resonanz, die sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts bald mit moralischer Entrüstung und Verlegenheit verband, da viele der Sonette homoerotische Verstrickungen des Autors auszusprechen schienen. Den deutschen Dichtern aber waren sie da schon zum Lieblingsobjekt ihrer Obsession geworden, sich den englischen Barden durch Übersetzung anzueignen.

Christa Schuenke hat über 130 Übersetzungen von Werken nahezu aller literarischen Genres vorgelegt. Die NZZ kommentierte ihre Übertragung der Shakespeare-Sonette: »Eine Übersetzung im bestmöglichen Sinne des Wortes liefert Christa Schuenke, die sich dem Original verpflichtet fühlt und es mit einer glücklichen Mischung aus Respekt und Selbstbewusstsein behandelt.«

Leander Sukov schreibt Kurzgeschichten und Lyrik. Seine Nachdichtung »Ist besser, verdorben auch zu sein… 21 Sonette von Shakespeare« erschien 2009 im Kulturmaschinen Verlag.

Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


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