Haus des Buches
Literaturhaus Leipzig

Veranstaltungen
© Foto: Gaby Waldek
19. März 2010 / 20 Uhr / großer Saal
Martin Walser
»Leben und Schreiben. Tagebücher 1974–1978«
»LEIPZIG LIEST« IM HAUS DES BUCHES



Martin Walser liest aus »Leben und Schreiben. Tagebücher 1974-1978« (Rowohlt Verlag 2010). Moderation: Jörg Magenau

Sie stehen im Regal, eines neben dem anderen, immer griffbereit, aufgeklebte Zettel auf dem Rücken mit den Nummern 1 bis 46 darauf: Die Tagebücher von Martin Walser, die er seit 1949 schreibt, denn: »Schreibend erträgt man alles eher«. Nach seinen bereits veröffentlichten Aufzeichnungen der 50er-, 60er- und frühen 70er-Jahre erscheinen nun Martin Walsers Tagebücher der Jahre 1974 bis 1978 und sind beides: Selbstzeugnis und zeithistorisches Dokument. Sie gewähren tiefen Einblick in das Spannungsverhältnis von Literatur und Kritik, von Autor und Kritiker. Der Tagebuchschreiber offenbart sich als Beobachter der eigenen Verletzbarkeit, aber auch als Zeitgenosse, in dessen Betrachtungen innere und äußere Welt sich spiegeln und verschränken. Als »eine Fundgrube brillanter Etüden, Miniaturen, Aphorismen« werden die Tagebücher in der F.A.Z. beschrieben, ebenjener Zeitung, die den Autor 1976 mit einer verheerenden Kritik zum Roman »Jenseits der Liebe« niederwarf.

Martin Walser, 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, studierte in Tübingen Literatur, Geschichte und Philosophie und promovierte mit einer Arbeit über Franz Kafka. Von 1949 bis 1957 arbeitete er als Reporter beim Süddeutschen Rundfunk. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Der Journalist und Autor Jörg Magenau veröffentlichte 2005 eine Biographie über Martin Walser.

Eintritt: 6,-/5,- Euro. Vorverkauf und Reservierung (begrenzt) ab 8.3.2010 im Haus des Buches an der Rezeption, Mo-Fr, 9.00-15.00 Uhr; telefonische Reservierung unter Tel.: 0341/9954 134. Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig und des Rowohlt Verlages


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