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Literaturhaus Leipzig

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2. Dezember 2020 / 19.30 Uhr / Online
ABGESAGT: Porträt der Übersetzerin Vera Bischitzky
Ein Video zum Thema finden Sie demnächst auf unserem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCrTgSUJPfD6flRcugHw8f8w
Iwan Gontscharow reist als Sekretär an Bord einer Fregatte um die Welt, sein berühmtester Protagonist aber, Ilja Oblomow, liegt im Bett und hängt seinen Idealen nach. Oblomows Lebensweise, die »Oblomowerei«, hat mittlerweile sogar Eingang in den Duden gefunden. Unter dem Titel: »Was wir von ›Oblomow‹ für unser Leben lernen können« erfuhren wir im Frühjahr 2020 aus der WELT, das Buch sei der erste große »Corona-Roman. Seine Hauptfigur verhält sich vorbildlich. Wenn es ihm nur alle nachmachten, wäre die Seuche bald besiegt.«

Diesen Roman hat Vera Bischitzky neu übersetzt, auch Turgenjews »Aufzeichnungen eines Jägers«, Gogols »Tote Seelen« oder Tschechows »Kirschgarten«. Wenn wir russische Klassiker also heute auf Deutsch lesen, dann häufig in Vera Bischitzkys Sprache. Wie geht sie vor? Arbeitet sie »mit dem Florett, treffsicher und elegant«, wie es im SPIEGEL hieß? Sie taucht tief ein in die Welt ihrer Autoren, voller Interesse für deren Leben, für Realien, die sie umgaben: eine architektonische Besonderheit, eine bestimmte Speise oder eine Opern-Arie.

In (Ost)Berlin geboren, wollte Vera Bischitzky ursprünglich Archäologie studieren. Warum daraus nichts wurde, wird sie uns erzählen und auch, dass sie ja dennoch eine Archäologin … der Sprache geworden ist. Die Liebe zur Literatur wurde ihr im Elternhaus vermittelt, die Eltern zogen aus dem Westteil der Stadt in den Osten, ihre Tochter später wieder von Ost nach West. Berlin aber ist sie immer treu geblieben.

Veranstaltung des Sächsischen Übersetzervereins »Die Fähre« e.V., gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Leipzig


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